ÖDP – zur Gleichstellung von Frauen

„100 Jahre Frauenwahlrecht“ und die Bilanz? Leider, so stellt die ÖDP Bad Driburg und ihre Ratsfrau Petra Flemming-Schmidt fest, sind Frauen von Gleichstellung immer noch weit entfernt. 100 Jahre Frauenwahlrecht und eine ernüchternde Bilanz im Jahr 2019:

  • - Frauen verdienen durchschnittlich 20% weniger als Männer
  • - Frauen machen 50% mehr unbezahlte Familienarbeit als Männer
  • - Frauen beziehen lediglich knapp 60% einer durchschnittlichen Männerrente
  • - Im Bundestag sitzen mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen
  • - In Sachen Gleichberechtigung rangiert Deutschland im jährlichen Index des Weltwirtschaftsforums gerade mal auf Rang 14 und sackte gegenüber dem Vorjahr noch um 2 Plätze ab


Das Grundgesetz Artikel 3 Absatz 2 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“ weist den richtigen Weg. Leider spielt das Gleichstellungsgebot z.B. in der juristischen Ausbildung keine Rolle. So wird der Artikel von Gesetzgebung und Rechtsprechung vielfach ignoriert.

Skandinavische Länder sind in Hinblick auf Gleichstellung viel weiter: In Finnland zum Beispiel gibt es seit 1995 eine Frauen- und Männerquote in staatlichen Gremien. Gleichberechtigung erfordert ein kulturelles, ein gesellschaftliches Umdenken und muss aktiv gefördert werden. Die Wunschliste ist lang: gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit; bei der unbezahlten Sorgearbeit gerechte Verteilung, Rentengerechtigkeit, Abbau von Mini-Jobs und ganz wichtig – Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Frauen leisten nach wie vor -unbezahlte- Sorge- und Hausarbeit. Auch beim ehrenamtlichen Engagement sind Frauen weniger in Vorständen und Leitungsfunktionen zu finden. Hier kann man/frau schon von ungleichen Beteiligungschancen in Gremien, Verbandsarbeit bis hin zur Politik sprechen.

Eine weitere ernüchternde und erschütternde Bilanz des vergangenen Jahres - fast jede zweite Frau wurde im Laufe ihres Lebens Opfer physischer und psychischer Gewalt; jeden dritten Tag wurde eine Frau von ihrem Partner getötet. Mit der Fahnenaktion am 25. November vor dem Rathaus der Stadt Bad Driburg, bei der die blaue Fahne „NEIN zu Gewalt an Frauen“ gehisst wurde, zeigten sich die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Höxter, der Arbeitskreis gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis sowie Mitbürger*innen mit betroffenen Frauen und Kindern solidarisch. Es bleibt viel zu tun. Gleichberechtigt -freiheitlich – solidarisch, so unsere Gesellschaft positiv mitzugestalten, das lohnt sich. Da lohnt sich auch ein politisches Engagement.


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