Pressemitteilung
ÖDP begrüßt Stopp des Investorenverfahrens
„Die Driburg-Therme bekommt eine neue Chance“
Susanne Lausen - ÖDP-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Bad Driburg
Die ÖDP Bad Driburg begrüßt die Entscheidung des Stadtrates, das Investorenverfahren für die Driburg Therme zu stoppen. Für die ÖDP ist dieser Beschluss ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der Therme neu und ergebnisoffen zu denken.
Gegenüber dem geplanten Investorenmodell hat die ÖDP-Fraktion im Rat der Stadt von Anfang an ihre Bedenken deutlich gemacht. Nach einer gemeinsamen Informationsfahrt von Mitgliedern des Wirtschaftsförderungsausschusses zu einer von der InterSPA betriebenen Therme in Wismar wurden diese Bedenken nach einem Gespräch mit dem dortigen Bürgermeister verstärkt.
Heute zeigt sich: Es war richtig, kritisch nachzufragen und nicht einfach einer Lösung zuzustimmen, deren langfristige Folgen für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend absehbar waren.
Bereits im Januar hat die ÖDP unter der Überschrift „Gehen mehr Bürger baden oder geht Bad Driburg baden?“ auf die aus unserer Sicht offenen Fragen und kritischen Punkte rund um das geplante Engagement von InterSPA hingewiesen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die zukünftigen finanziellen Belastungen der Stadt, die Frage nach den tatsächlichen Einflussmöglichkeiten der Kommune und die mangelnde Transparenz über die konkreten Vertrags- und Investitionsbedingungen.
Der Stopp des Investorenverfahrens ist für die ÖDP kein Grund, die Zukunft der Therme infrage zu stellen. Ganz im Gegenteil, es ist eine neue Chance!
Die Driburg-Therme ist ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheits- und Tourismusstandortes. Jetzt geht es darum, einen Weg zu finden, der die Therme langfristig sichert, ohne dass die Stadt ihre Gestaltungsmöglichkeiten aus der Hand gibt.
Bereits Anfang 2024 hat die ÖDP-Fraktion Vorschläge zur Attraktivierung der Driburg-Therme und Einrichtung eines Wohnmobil-Parks gemacht. Diese Vorschläge liegen der Geschäftsführerin der Driburg-Therme Frau Reimann sowie der Stadtverwaltung und den Fraktionen vor. Bedingt durch die Verhandlungen mit der Inter-SPA wurden diese Vorschläge leider „auf Eis“ gelegt.
Dass die Therme Entwicklungspotenzial besitzt, hat sich unter dem umsichtigen Management von Verena Reimann und ihrem Team bereits gezeigt. Defizite konnten zuletzt reduziert und gleichzeitig die Zahl der Badegäste gesteigert werden und dies ohne die ursprünglich diskutierten umfangreichen Neuinvestitionen.
Jetzt sollte dieser eingeschlagene Weg weitergedacht werden.
Verschiedene Zukunftsmodelle müssen nun miteinander erarbeitet werden. Dabei muss auch geprüft werden, ob und unter welchen Bedingungen eine stärker eigenständige Lösung unter Verantwortung der Stadt beziehungsweise der Stadtwerke möglich ist.
Wir brauchen jetzt keinen neuen Schnellschuss und keinen Investor um jeden Preis. Wir brauchen ein Konzept, das wirtschaftlich funktioniert, die Therme attraktiv hält und gleichzeitig dafür sorgt, dass die Stadt auch in Zukunft Einfluss auf ihre Therme behalten kann.
Auch die bereits zugesagten Fördermittel müssen bei den weiteren Überlegungen berücksichtigt werden. Entscheidend ist, wie diese Mittel sinnvoll für eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung eingesetzt werden können.
Für die ÖDP Bad Driburg ist der Ratsbeschluss daher vor allem eines: Ein Neustart!
Wir werden die Diskussion über die Zukunft der Therme konstruktiv begleiten. Dabei sollten die Beschäftigten, die Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute frühzeitig einbezogen werden.
Wir haben das Investorenmodell kritisch begleitet, weil wir Verantwortung für unsere Stadt übernehmen. Jetzt wollen wir genauso engagiert daran mitarbeiten, eine gute Alternative zu entwickeln!
Die Therme hat jetzt eine neue Chance auf eine eigenständige, transparente und zukunftsfähige Lösung. Diese sollten wir gemeinsam nutzen!
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unserem Bürgermeister Tobias Tölle und den Fraktionen, die unseren wiederholt vorgetragenen kritischen Einwänden und Bedenken zur InterSPA Gehör geschenkt haben.
Susanne Lausen, ÖDP-Fraktion
